Allgemein, Ernährung
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Es geht auch ohne die kleine schwarze Bohne

KAFFEE-ENTZUG DIE 2.

Heute ist Tag der 5. Tag meines 2. Kaffee-Entzugs in diesem Jahr. Das erste Mal startete ich mit gutem Vorsatz am 1.1.2017 noch auf der Insel Norderney – obwohl ich Vorsätze eigentlich hasse. Auf der Rückfahrt begleiteten mich schon Kopfschmerzen und Nackenziehen, nach einer Woche war der Spuk vorbei und ich hielt knapp 3 Monate ohne die kleine schwarze Bohne aus.

In einigen Momenten wird man dann doch leider wieder schwach. Sei es, weil die Kollegen sich gerade einen Cappuccino trinken oder in Wiedenbrück das Kaffeekontor eröffnet hat. Dort gibt es den besten Cappuccino weit und breit. Es sollte eigentlich bei einem gelegentlichen Cappuccino gemütlich bei Sonnenschein vorm Kaffeekontor bleiben. Aber schwups hat man sich am nächsten Tag zu Hause auch schon wieder an der Siebträgermaschine zu schaffen gemacht. Zum Kaffee noch ein bis zwei Cantuccini oder ein Stück dunkle Schokolade – am liebsten mit Nuss – und die kleine Pause ist perfekt. Und so kommt ein Kaffee zum anderen. Zum Schluss war ich schon wieder bei zwei Tassen Cappuccino am Tag.

Du fragst Dich jetzt sicher, wo ist das Problem am Kaffee? Viele trinken täglich ein Dutzend Tassen und ziehen einen Kaffee immer einem Glas Wasser vor. Mir geht es jedoch mit Kaffee in Kombination mit Milch, auch wenn es Bio-Milch ist, auf Dauer nicht gut. Meine Schilddrüse spielt verrückt, als könnte sie das viele Koffein nicht verarbeiten. Dazu werde ich noch hibbelig und schlafe schlecht, schlechte Laune ist vorprogrammiert. Ganz zu schweigen von der Verdauung. Ist der Kaffee erst getrunken, macht er sich auch schnell wieder auf den Weg nach draußen, die Verdauung wird also enorm angeregt. Durch die Milch, die ja nur mit einigen wenigen Hormonen versetzt ist ; ) bekomme ich kurz vor der Regel auch noch Pickel am Hals. Die Essgewohnheiten ändern sich mit dem Kaffeekonsum ebenfalls. Kaffee lässt den Blutzuckerspiegel ernorm in die Höhe schießen. Daher muß zum Kaffee auch immer etwas mit Zucker versetztes. Ich hole dann gern und oft für mich und die Kollegen im Büro etwas vom Bäcker, ob Rosinen- oder Nussschnecken, Schweineohren oder anderen süßen Schmarrn. Das wiederum schlägt sich auch auf die Hüften. Gründe genug, den Kaffeekonsum einzustellen.

Kalter Entzug:
von heute auf morgen keinen Kaffee mehr.

Daher startete ich letzte Woche meinen 2. Kaffee-Entzug als kalter Entzug. Das heißt von heute auf morgen keinen Kaffee mehr. Man kann auch einen Kaffee-Entzug schrittweise vollziehen, aber das klappt bei mir nicht – entweder ganz oder gar nicht. So habe ich das Wochenende damit verbracht, meinem Körper vor allem aber meinem Kopf und Nacken etwas Gutes zu tun, da in den ersten Tagen vor allem der Kopf am meisten leidet. Man fühlt sich wie unter einer Glocke, wobei die rechte von der linken Kopfhälfte unterschiedlich stark beeinträchtigt ist. Im Laufe des Tages zieht der Schmerz vom Kopf in den Nacken und anschließend in den gesamten Rücken. Da hat auch gestern eine ayurvedische Massage nix gebracht. Der Rücken fühlt sich an, als wäre er komplett verdreht. Das sind aber nicht die einzigen Entzugserscheinungen: dauerhafte Müdigkeit, sportlich eine totale Null. Komme gerade von einer Runde (3 km) joggen aus dem Stadtholz. War ich froh, als das Ende der Runde in Sicht war und gemütlich auf meinem Fahrrad nach Hause fahren konnte. Aber vielleicht sollte man in der Phase der Kaffeeentwöhnung auch etwas behutsamer mit sich umgehen und keinen Marathon starten.

Wenn man einmal die Entscheidung getroffen hat, den Kaffee aufzugeben, ist es erstmal nicht schwer, auf den Kaffee zu verzichten. Ich schleiche nicht um die Kaffeemaschine herum oder stecke meine Nase in die Dose mit dem frisch gemahlenen Kaffee. Das Problem ist auf Dauer dem Kaffee Adieu und auf Nimmer Wiedersehen zu sagen. Denn seien wir mal ehrlich, bevor Dir bei Bekannten, Freunden, Verwandten, … nachmittags ein Glas Wasser angeboten wird, ist die erste Frage doch immer: ein Kaffee?

Ich werde noch zum Teetrinker

Heute ist der 6. Tag ohne Kaffee und der erste Tag an dem ich sagen kann: ich fühle mich gut. Yeah. Es kann die nächsten Tage also nur besser werden. Mein Rücken schmerzt auch nicht mehr so stark und entspannt sich langsam. Geholfen hat da heut nochmal Iyengar Yoga bei Gabi Göller. Herrlich, man wird endlich mal wieder gerade und der Kopf ist nach den anderhalb Stunden komplett frei. Da habe ich mir auch gleich noch ayurvedischen Tee mitgenommen: Samdosha – mit Ingwer, Sternanis, Zimt, Kardamom, … echt lecker, obwohl ich ja eigentlich kein Teetrinker bin, aber vielleicht noch zu einem werde.

 

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